Mit der EU-Urheberrechtsreform droht uns eine Katastrophe – Piraten starten Kunstaktion in München

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Aus Protest gegen die geplante
EU-Urheberrechtsreform wird in München am kommenden Samstag das
Internet symbolisch zu Grabe getragen. Mit dieser Kunstaktion will
die Piratenpartei darauf aufmerksam machen, dass die geplanten
Änderungen eine starke Einschränkung der Freiheit bedeuten und damit
die Grundprinzipien des Internets gefährden.

„Die Pläne der EU sind eine große Gefahr für die freie
Meinungsäußerung und auch das Grundrecht der Pressefreiheit sehe ich
beschnitten. Außerdem zementieren sie die Macht großer
Medienunternehmen zu Lasten kleiner Start-ups und mittelständischer
Unternehmen“, erläutert der Veranstalter der Aktion und
Themenbeauftragte Bayerns für EU-Urheberrecht Jonathan Babelotzky.
„Mit dem symbolischen zu Grabe tragen des Internets möchten wir auf
die drastischen Auswirkungen der EU-Reform aufmerksam machen.“

Die Aktion wird am 24.11.2018 von 14 bis 15 Uhr auf dem
Max-Joseph-Platz in München stattfinden. Die Beerdingung des
Internets wird dabei von verschiedenen YouTubern begleitet.

Die Urheberrechtsreform befindet sich derzeit im Trilog-Verfahren
der EU. Die verschiedenen Entwürfe sehen unter anderem eine Haftung
von Plattformen wie YouTube für eventuelle Urheberrechtsverstöße
ihrer Nutzer vor.

„Die Plattformen müssen dafür sorgen, dass urheberrechtliche
geschützte Inhalte nicht auch nur eine Sekunde online verfügbar sind.
Eine Vorabkontrolle ist bei der Menge der Uploads allerdings nicht
realistisch umsetzbar. Demnach wird es wohl zu einem deutlich
reduzierten Angebot und zur Abschaltung einiger solcher Plattformen
kommen.“

Auch Teil der geplanten Reformen ist das sogenannte
Leistungsschutzrecht, welches eine deutliche Einschränkung des
Zitatrechts bedeutet. Zukünftig sollen auch minimale Textausschnitte
von Pressartikeln, wie wenige kurze Sätze oder sogar die Überschrift,
nicht kostenfrei verwendbar sein.

„Neben Suchmaschinen sind durch diese Änderungen auch Blogger und
weitere Online-Dienste betroffen, die durch diese Änderungen nicht
mehr sinnvoll Verlinkungen auf Presseartikel durchführen können. Die
großen Presseverlage können dabei entscheiden, welchen Diensten sie
zu welchen Bedingungen Lizenzen zur Verfügung stellen. In Deutschland
und Spanien hat sich bereits gezeigt, dass große Anbieter wie Google
kostenlose Lizenzen erhalten und damit kaum vom Leistungsschutzrecht
betroffen sind. Kleinere Start-ups, die durch die fehlende Macht
keine kostenlosen Lizenzen erhalten, werden dadurch vom Markt
gedrängt.“

Information für Pressevertreter:

Die Kunstaktion verläuft still. Während der Aktion bitten wir Sie,
keine Interviews mit den Teilnehmern durchzuführen. Für Fragen wird
der Veranstalter Jonathan Babelotzky nach der Aktion zur Verfügung
stehen.

Pressekontakt:
Name: Jonathan Babelotzky
E-Mail: jonathan.babelotzky@piraten-oberbayern.de
Telefon: 0178 14 21 355

Original-Content von: Piratenpartei Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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