Mittelbayerische Zeitung: Schmutziges Geschäft / Kommentar zu den neuen Diesel-Messdaten

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Ob Klimaschutz oder die Vermeidung von
Schadstoffen: Die Bundesregierung geriert sich als Totalverweigerer.
Nicht als Versager, denn als solcher würde sie sich ja bemühen, aber
scheitern. Berlin aber weiß längst von den monströs über den
zulässigen Werten liegenden Abgasen der Dieselautos. Aber anstatt die
EU bei ihrem Vorhaben zu unterstützen, dagegen vorzugehen, bremst die
Bundesregierung, wo es nur geht. Der Schutz der Schmutzfinken in der
Autoindustrie steht für Verkehrsminister Dobrindt und Kollegen weit
über dem Schutz von Gesundheit und Klima. Auch andere “Autoländer”
wie Frankreich, Tschechien, Italien und Spanien handeln so. Dabei ist
es technisch kein Problem, die Autos so sauber zu betreiben wie es
vorgesehen wäre. Es ist nur teurer und reißt so manches Modell aus
der Wettbewerbsfähigkeit. Die Bundesregierung fördert Betrug am
Kunden, unterbindet die Ahndung von Umweltverschmutzung und setzt die
falschen Anreize für eine rechtzeitige Anpassung der deutschen
Autoindustrie an der Zukunft. Kurz gesagt: Sie macht alles falsch.

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