Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Innenpolitik Filialsterben: Jedes fünfte Geldhaus auf dem Land geschlossen

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In den vergangenen zehn Jahren wurde in
Sachsen-Anhalt jede fünfte Sparkassen-Filiale geschlossen. Das
berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung
(Donnerstagausgabe). Ende 2015 betrieben die 13 Institute noch 362
Geschäftsstellen mit Personal. Bei den Genossenschaftsbanken ist der
Trend ähnlich. Die 16 Geldhäuser verfügen noch über 170
Zweigstellen, ein Minus von 21 Prozent gegenüber dem Jahr 2005.
Hintergrund des Filialsterbens sind der Bevölkerungsrückgang, das
zunehmende Online-Banking und die niedrigen Zinsen, die
vergleichsweise kleine Geldhäuser zwingt, Kosten zu sparen. “Die
Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank wirkt wie ein
Beschleuniger in dem Prozess”, sagte Hans Ulrich Weiss, Vorstandschef
der Sparkasse Mansfeld-Südharz, der Zeitung. Allein sein Institut hat
angekündigt, sieben seiner 23 Filialen zu schließen. Der Präsident
des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, Michael Ermrich, beteuert zwar,
dass die “Filiale weiterhin der zentrale Anker der Sparkassenpräsenz
bleibt”. Die Ausrichtung des Filialnetzes auf die geänderten
Anforderungen der Kunden sei allerdings unabdingbar.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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