Mitteldeutsche Zeitung: Stasi-Unterlagenbehörde Belegschaft der Jahn-Behörde in Unruhe wegen geplanter Versetzung von 45 Ex-Stasi-Leuten

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Die geplante Versetzung von 45 ehemaligen
Stasi-Mitarbeitern aus der Stasi-Unterlagen-Behörde sorgt auch für
Zwist in der Behörde selbst. Das berichtet die in Halle erscheinende
„Mitteldeutsche Zeitung“ (Online-Ausgabe). Demzufolge hat es seit dem
Frühjahr zwei Belegschaftsversammlungen gegeben, in denen es
ausschließlich um dieses Thema ging und in der die Standpunkte
aufeinander prallten. In der ersten Versammlung hätten auch andere
Themen diskutiert werden sollen, so die Zeitung. Allerdings habe die
Debatte um die Ex-Stasi-Leute so viel Raum eingenommen, dass die
übrigen Themen nicht mehr behandelt werden konnten. Die zweite
Versammlung sei dann eigens zu diesem Thema angesetzt worden.
Behörden-Leiter Roland Jahn habe erläutert, warum die 45 Frauen und
Männer die Arbeit der Behörde seiner Ansicht nach beeinträchtigen.
Seine Kritiker hätten ihm widersprochen. Die Belegschaft der Behörde
ist nach Angaben von Mitarbeitern wegen des Streits in Unruhe und de
facto in zwei Lager gespalten. Sollte der Bundestag in dieser Woche
das Stasi-Unterlagen-Gesetz so ändern, dass ein gesetzlicher Zwang
zur Versetzung entsteht, wird in der Behörde zudem mit einer
Sammel-Klage der Betroffenen gerechnet. Nur einer der 45 habe bisher
seine Bereitschaft erklärt, freiwillig zu gehen, heißt es in
Behörden-Kreisen.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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