Mitteldeutsche Zeitung: zu Atommüll-Endlager/Umweltgruppen

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Es ist eine zwiespältige Situation für den
Umweltminister. Deutschland steht zum ersten Mal davor, die Frage
zu regeln, wo es seinen Atommüll sicher und endgültig lagert.
Ermöglicht hat das der überparteilich beschlossene Atomausstieg und
das derzeitige gemeinsame Interesse aller Parteien und
Landesregierungen, diese heikle Angelegenheit jetzt zu befrieden –
bevor der Wahlkampf pragmatische Lösungen erschwert. Es ist Eile
geboten. Diese Eile aber werfen Umweltgruppen der Politik nun vor –
und wollen aus dem Endlagerkonsens aussteigen. Verständlich: Es geht
ja nicht nur um ein abstraktes Gesetz. Sondern darum, Wissenschaftler
die ideale Lagermethode debattieren zu lassen – und dann den idealen
Platz für die einzige Atommüll-Kippe zu suchen. Vielleicht auch vor
Ihrer Haustür? Wie würden Sie das finden? Eben: Ein Gesetz – sei es
im schönsten Parteienkonsens verabschiedet – verhindert Protest vor
Ort nicht. Akzeptanz erreicht ein Endlager nur, wenn Anwohner den
Weg zur Entscheidung verfolgt, ja mitgetragen haben.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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