nd.DerTag: Besser mit Insekten. Kommentar zum Kompromiss beim Artenschutz

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„Ohne Insekten kann der Mensch nicht leben.“ Mit diesen Worte hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze die Vorstellung des Insektenschutzgesetzes eingeleitet und verwies darauf, dass der Erhalt der Artenvielfalt im Interesse aller sei – auch der Bäuerinnen und Bauern. Das ist so einfach wie richtig, doch das wissen die Landwirt*innen auch. Dennoch haben sich einige von ihnen eingefunden, um gegen das Insektenschutzgesetz zu protestieren. Ihr Argument: Die Betriebe sollen jetzt überleben, ohne wirtschaftliche Grundlage wollen ihre Kinder die Höfe nicht übernehmen. Gleichzeitig sägen Landwirt*innen jedoch an ihren eigenen Lebensgrundlagen, oder eher noch an denen ihrer Kinder, wenn sie ein „Weiter-wie-bisher“ fordern.

Das Artensterben wie auch die Klimakrise erfordern ein radikales Umdenken, auch in der Landwirtschaft. Deswegen ist den Landwirt*innen nicht geholfen, wenn zu zahlreichen Regelungen jetzt ein paar neue Maßnahmen hinzukommen. Sicher – jeder Quadratmeter ohne Pestizide ist ein Fortschritt. Aber mehr noch braucht es eine klare sozial-ökologische Agrarwende und eine neu ausgerichtete Europäische Agrarpolitik, die Umweltleistungen in den Vordergrund stellt. Da müssen Landwirt*innen nicht mitmachen, aber sie hätten die Chance, die Zukunft gemeinsam zu gestalten.

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