Neue OZ: Kommentar zu Forschung / Ethik

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Erfreulich einig

Mit den Kombinationen von Mensch und Tier experimentieren
Wissenschaftler schon seit einigen Jahren, etwa mit der Übertragung
von Teilen des menschlichen Hirns. Doch Monster wie die aus
Frankensteins Gruselkabinett züchten sie dadurch nicht. Vielmehr
schürt die Forschung große Hoffnungen, dass Tiere als Organspender
dienen können. Oder dass Mediziner Krankheiten besser behandeln
können, etwa Alzheimer, Demenz, Krebs oder Parkinson. Immerhin haben
diese Versuche den Vorteil, dass menschliche Embryonen dabei nicht
zerstört werden müssen.

Dennoch ist es auch hier nötig, nach den Grenzen der Forschung zu
fragen, nach dem, was erlaubt sein sollte. Dafür treffen sich die
Mitglieder des Deutschen Ethikrates, Naturwissenschaftler, frühere
Politiker, Theologen, Mediziner, Juristen und Philosophen. So
unterschiedlich sie alle argumentieren, in einem sind sich die
Fachleute zum Glück einig: Der Mensch nimmt aus ihrer Sicht eine
Sonderrolle unter den Lebewesen ein, daher sollte es eine klare
Grenze zwischen Mensch und Tier geben. Die Stellungnahme des
Expertengremiums zu diesem Thema wird nicht die letzte sein. Denn die
Forschung geht längst weiter. Und damit entstehen neue ethische
Fragen.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

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