Neue OZ: Kommentar zu IAA / Statistik / Verbraucher

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Eine vertane Chance

Die IAA in Frankfurt soll eine Leitmesse sein. Eine Messe, die den
immer noch autobegeisterten Deutschen zeigen soll, welches Fahrzeug
sie als nächstes kaufen sollen. Doch wie viele Deutsche können sich
die glitzernden Neuheiten überhaupt noch leisten?

Nicht nur das Autofahren an sich wird immer teurer, weil die
Nebenkosten rasant steigen. Auch die Autos sind für Otto
Normalverbraucher kaum noch bezahlbar. Mercedes, Audi oder BMW nennen
sich gerne Premiummarken, was verdeutlichen soll, dass sie besonders
edle Fahrzeuge bauen. In Wirklichkeit müsste es Privilegmarken
heißen, weil nur einige privilegierte Menschen sich solche Fahrzeuge
leisten können.

Solange der Export dank boomender Märkte wie China, Brasilien oder
Russland noch brummt, sind auch die Arbeitsplätze in Deutschland
sicher. Aber nur dann. Wie lange Chinesen oder Russen noch massenhaft
hochpreisige Rennautos und Geländewagen deutscher Herkunft kaufen,
ist indes kaum gesichert vorhersagbar.

Insofern hat die Automobilbranche eine Chance vertan, die IAA wie
früher als Messe für die Masse zu begreifen. Statt alternative
Antriebe bezahlbar anzubieten, ausgenommen Opel, oder Kleinwagen zu
günstigen Preisen zu produzieren, ausgenommen VW, überbieten sie sich
in PS-Kraftmeierei. Und machen das Auto damit immer mehr zu einem
Luxusgut für Reiche.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

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