Neue OZ: Kommentar zu Israel/Syrien

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Selbstmord auf Raten

Das Säbelrasseln des syrischen Regimes sollte nicht überbewertet
werden. Natürlich muss Diktator Baschar al-Assad Israel blutige Rache
für den Luftangriff auf einen Militärkonvoi schwören. Das ist eine
propagandistische Selbstverständlichkeit. Dass auch der Iran den
Israelis Vergeltung androht, ist ebenso wenig eine Überraschung.
Schließlich will das Ayatollah-Regime das Land schon seit Jahren
auslöschen.

Zu einem großen militärischen Schlagabtausch wird es jetzt aber
keineswegs kommen. Teheran wird nicht den Fehler begehen, durch eine
Militäraktion dem Westen die Gelegenheit zu geben, den Atom-Konflikt
quasi einseitig zu lösen. Washington und Jerusalem würden im Falle
eines iranischen Angriffs eine willkommene Chance sehen, das
gefährliche Nuklearprogramm der Ayatollahs zu stoppen. Das syrische
Regime ist militärisch überhaupt nicht in der Lage, den Israelis
Paroli zu bieten. Das war bereits vor Ausbruch des verheerenden
Bürgerkriegs so, als Jerusalem im Jahr 2007 eine syrische Atomanlage
in die Luft jagte.

Israel wird auch nicht den Fehler begehen, sich in das
innersyrische Gemetzel hineinziehen zu lassen. Jerusalem muss jedoch
verhindern, dass moderne Kriegstechnik und Massenvernichtungswaffen
in die Hände der Hisbollah und anderer Extremisten fallen. Das wäre
ein Selbstmord auf Raten.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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