Neue Westfälische (Bielefeld): Flüchtlingsrat attackiert NRW-Innenminister Jäger: „Mehrfach blieben Warnungen ungehört“

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Angesichts des Misshandlungsskandals in
landeseigenen Asylbewerberheimen wirft der Flüchtlingsrat
Nordrhein-Westfalen der rot-grünen Landesregierung massive
Versäumnisse vor. „Es hatte mehrfach Warnungen seitens
Nichtregierungsorganisationen und auch der Bezirksregierung Arnsberg
gegeben, doch diese blieben ungehört“, kritisierte Birgit Naujoks,
Geschäftsführerin des nordrhein-westfälischen Flüchtlingsrats, im
Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen
(Mittwochausgabe). NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) stehe als
oberster Dienstherr in der Verantwortung.

Vor der Sondersitzung des Innenausschusses des Landtags am
Mittwoch (15.10.2014) erklärte der Flüchtlingsrat, dass das System
der Landesaufnahme und -unterbringung von Flüchtlingen schon Ende des
Jahres 2012 zusammengebrochen sei. „Die Zahl der Asylsuchenden steigt
bereits seit 2008, und als einzige Maßnahme wurde 2011 die
Erstaufnahmeeinrichtung in Bielefeld wiedereröffnet.“

Angesichts des von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) am
Montag (20.10.2014) in Essen einberufenen „Flüchtlingsgipfels“ zeigte
sich der Flüchtlingsrat zugeneigt. „Ein einziges Gespräch kann
sicherlich nicht zu endgültigen Lösungen führen“, sagte Naujoks.
Jedoch hoffe sie, „dass nunmehr die Argumente und Vorschläge von
Nichtregierungsseite mehr Beachtung finden“. Auf dieser Basis fordert
der Flüchtlingsrat „ein nachhaltiges Konzept für eine menschenwürdige
und am Grundrecht des Asyls ausgerichtete Unterbringung von
Flüchtlingen“.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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