Neue Westfälische (Bielefeld): Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für Jaron Lanier Richtiges Signal stefan brams¶

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Unter all den großen Autoren und Denkern, die
bisher den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten haben,
wirkt der Internetfreak Jaron Lanier wie ein Exot. Dennoch ist die
Preisvergabe an das Mulitalent richtig und ein starkes Signal. Ein
Signal für eine dringend intensiver zu führende Debatte, über die
Erneuerung des humanistischen Denkens im Zeitalter des Internets, der
globalen Datensammelwut von Facebook, Google und Co. und der
Massenbespitzelung durch Geheimdienste und Regierungen. Lanier
verteidigt zu Recht die Einzigartigkeit des Menschen im digitalen
Zeitalter und erinnert vehement daran, „dass Menschen mehr sind als
Maschinen und Algorithmen“. In diesem Sinne ist er ein Humanist und
ein würdiger Preisträger, wird der Preis doch für den Einsatz für
Völkerverständigung und Menschlichkeit vergeben. Doch Lanier
formuliert nicht nur Ideale, sondern wird auch konkret. So plädiert
er dafür, dass Internetunternehmen für jeden Aufruf unserer Daten
Kleinstbeträge an uns zahlen sollten. Ein richtiger Ansatz. Auch wenn
es von dort bis zu einem neuen Humanismus im Internetzeitalter noch
ein weiter Weg ist.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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