Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Medikament gegen HUS
Verzweiflung
PETER STUCKHARD

Abgelegt unter: Allgemein |





Niemals dem Patienten schaden“ lautet ein
eherner ärztlicher Grundsatz. Doch was tun, wenn alle Heilkunst an
ihre Grenze gerät? Wenn die modernste Medizintechnik nicht
weiterhilft und das Leben des Patienten zunehmend gefährdet ist? Es
ist ein fast unglaublicher Zufall, der den Helfern jetzt hilft.
Gerade rechtzeitig veröffentlicht eine angesehene amerikanische
medizinische Fachzeitschrift den als Fallbeschreibung eingesandten
Bericht einer Ärztegruppe mit deutscher Beteiligung. Drei Kindern mit
HUS konnte sie mit einem sogenannten Antikörper helfen. Auf diesen
Antikörper Eculizumab, der eigentlich zur Bekämpfung einer anderen,
aber ähnlichen Krankheit zugelassen ist, setzen die Ärzte jetzt ihre
Hoffnung. Das können sie, weil sich das Wissen um die mögliche
Wirksamkeit der Arznei auch bei HUS, dem Internet sei Dank, sehr
schnell verbreitet. Befürchtungen, die Ärzte würden das teure Mittel
jetzt übereilt und zu häufig einsetzen, sind Beckmesserei. Man darf
sicher sein, dass sie die Indikation in jedem Einzelfall streng
prüfen und der Verzweiflung standhalten. Der der Angehörigen – und
der eigenen.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
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