Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Bundes-Kitagesetz gefordert Der entscheidende zweite Schritt Alexandra Jacobson, Berlin

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Mit einer riesigen Kraftanstrengung haben Bund,
Länder und Gemeinden den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz
umgesetzt. Dieser Durchbruch hat vielerorts das Personal in den Kitas
an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit gebracht. Die Anforderungen an
die Einrichtungen steigen zudem ständig, auch was die Öffnungszeiten
betrifft. Aber oft reicht der Personalschlüssel ebenso wenig wie die
Bezahlung der Erzieher. Sie kümmern sich teils zwischen 30 und 40
Stunden in der Woche um den Nachwuchs – bezahlt werden sie immer noch
viel schlechter als Grundschullehrer. Es gibt viele gute Gründe, sich
mit dem Erreichten nicht zufrieden zu geben, sondern jetzt den
entscheidenden zweiten Schritt zu gehen: Für alle Kitas sollte es in
allen Bundesländern gleich (hohe) Standards geben. Das
Bundes-Kita-Gesetz, das sowohl die Träger als auch die
Bertelsmann-Stiftung fordern, ist dringend erforderlich.
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hatte versucht, das Gesetz
schon im Koalitionsvertrag unterzubringen. Sie war am Widerstand der
Bundesländer und des Bundesfinanzministers gescheitert. Klar kostet
das alles Geld. Das muss nicht auf einmal aufgebracht werden. Ein
Gesetz könnte langfristige Ziele und einzelne Ausbaustufen
formulieren. Die Anstrengung wäre lohnenswert. Denn die frühkindliche
Bildung ist entscheidend für die spätere Bildungskarriere eines jeden
Kindes.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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