Berlin. Schlechte Zeiten für Whistleblower – Daniel
Domscheit-Berg kennt keine Adresse, die er jemandem zur anonymen
Enthüllung brisanter Informationen empfehlen könnte. Der ehemalige
Mitstreiter von WikiLeaks-Gründer Julian Assange und Begründer der
Plattform OpenLeaks empfiehlt Whistleblowern in einem Interview der
in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“ deshalb,
sich an die klassischen Medien oder Institutionen wie Greenpeace zu
wenden. „Keiner kann seine Hand dafür ins Feuer legen, dass die NSA
keinen Zugriff auf Daten hat.“ Den Aufwand bei der Programmierung
von wirksamen Sicherheitssystemen könne „beinahe nur noch die
Industrie leisten“. Diese sei allerdings nur schwer dazu zu bewegen,
so lange es die Verbraucher nicht verlangen.
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