neues deutschland: Lale Akgün: Wir haben keinen deutschen Islam / SPD-Politikerin für die Gründung eines Verbandes liberaler Muslime

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Für die Gründung einer Organisation liberaler
Muslime in Deutschland hat sich die SPD-Politikerin Lale Akgün
ausgesprochen. Im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden
Tageszeitung »neues deutschland« (Montagausgabe) sagte die
langjährige Bundestagsabgeordnete und jetzige Referatsleiterin der
rot-grünen Landesregierung in Düsseldorf, »natürlich brauchen wir
eine Organisation, sonst werden wir nicht wahrgenommen«.

Die nach Überzeugung von Akgün existierende Mehrheit liberaler
Muslime in Deutschland empfinde eine Scheu vor den bereits
organisierten Muslimen in den traditionellen, konservativen
Verbänden, die für sich die alleinige Deutungshoheit beanspruchten.
Alle muslimischen Verbände in Deutschland würden aus dem Ausland
finanziert. »Das heißt, wir haben gar keinen deutschen Islam.« Um zu
verhindern, dass der Islam in Deutschland von außen geregelt und
kontrolliert wird, »müssen wir das zarte Pflänzchen eines liberalen
Islam etablieren«.

Lale Akgün, die Teilnehmerin an der am Wochenende in Berlin
stattfindenden Kritischen Islamkonferenz ist, kritisierte die vom
Bundesinnenministerium regelmäßig veranstalteten Islamkonferenzen als
»Totgeburt«. Diese hätten »von Anfang an ein falsches Bild in der
Bevölkerung« erzeugt, Muslime würden sich nicht an Gesetze halten.
»Die Mehrheit der Muslime in Deutschland« sei entsetzt gewesen, »dass
ein paar obskure Verbände in ihrer aller Namen unterschreiben sollen,
dass sie sich an die Gesetze halten«.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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