neues deutschland: Politikwissenschaftler: Französische Regierungslinke bedient reaktionäre Elemente des Alltagsverstandes

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Der Politikwissenschaftler Kolja Lindner warnt
davor, die französische Spitzenkandidatin der Front National, Marine
Le Pen, zu unterschätzen. „Trotz all des Bemühens Le Pens, sich von
dem kolonialen und faschistischen Erbe ihres Vaters zu distanzieren,
dürfen die Kontinuitäten nicht unterschätzt werden“, sagt er der in
Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“
(Donnerstagausgabe). Er verweist dabei auf ein Beispiel, über das im
Kontext des aktuellen sogenannten Rechtspopulismus zu wenig
gesprochen werde: die Homophobie.

Auch die sozialistische Regierung von Präsident Hollande bediene
reaktionäre Tendenzen des Alltagsverstandes. „Der sozialistische
Präsident und seine Regierung haben angesichts der islamistischen
Terroranschläge der letzten Jahre einer nationalen bzw. rassistischen
Lesart Vorschub geleistet, anstatt die politischen und sozialen
Ursachen des Islamismus in Frankreich zu thematisieren und zu
bekämpfen“, so Lidner. Er hält es für unverzeihbar, dass Hollande
sich nach den Pariser Anschlägen vom November 2015 dafür stark
gemacht hat, allen Menschen mit Doppelpass, die für Terrorakte
verurteilt wurden, die französische Staatsbürgerschaft aberkennen zu
lassen.

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