neues deutschland: Wirtschaftswissenschaftler Mesa-Lago: Kuba wiederholt Fehler aus der Vergangenheit

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Kuba steuert mit Lohnerhöhungen und Preiskontrollen
gegen die Versorgungsengpässe infolge der verschärften
Blockadepolitik der USA und der Krise des verbündeten Venezuela. „Ich
denke, dass die Anhebung der Gehälter für knapp die Hälfte des
staatlichen Sektors eine schlecht überlegte Reaktion ist“, sagte der
kubanoamerikanische Wirtschaftswissenschaftler Carmelo Mesa-Lago der
in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“
(Dienstagausgabe). Der emeritierte Professor sieht in der Maßnahme
eine Reaktion „auf den Druck des Preisanstiegs wegen der
Versorgungsengpässe an Lebensmitteln und anderen Verbrauchsgütern.“

Mesa-Lago sieht zudem eine Abkehr von der Politik des
Ex-Präsidenten Raúl Castro (2008-2018), unter dem die Lohnzuwächse
gering gewesen seien – „mit dem richtigen Argument, dass zuerst die
Produktivität gesteigert werden müsse sowie die Produktion, obwohl
dies nicht ausgesprochen wurde.“ Mesa-Lago befürchtet eine Rückkehr
von alten Mustern. „Die Regierung hat immer versucht, die Marktpreise
festzusetzen oder zu begrenzen, aber wenn sie dies macht, greifen die
Leute auf Alternativen zurück: Sie verstecken die Produktion und
leiten sie in den informellen Sektor (Schwarzmarkt) um, tauschen,
erhöhen den persönlichen Verbrauch und so weiter.“ Sein Fazit: „Es
werden keine Lehren aus der Vergangenheit gezogen und Fehler, wie die
jüngsten Preisgrenzen für den privaten Sektor, wiederholt.“

Pressekontakt:
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