NOZ: Grüne fordern mehr Rechte für Nutzer digitaler Geräte

Grüne fordern mehr Rechte für Nutzer digitaler
Geräte

Rößner: Freiheit der Verbraucher stärken

Osnabrück. Die Grünen fordern ein Recht auf Reparatur, das Nutzern
erlaubt, etwa bei Smartphones, Computern und Tablets defekte
Batterien auszutauschen oder Betriebssysteme zu verändern. Tabea
Rößner, netzpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, erklärte
der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Offene Systeme eröffnen zahlreiche
Chancen. Sie ermöglichen Innovationen, stärken die Wahlfreiheit der
Verbraucher und erhöhen die Sicherheit in der digitalen Welt.“
Studien und Untersuchungen, die mithilfe von öffentlichen Mitteln
finanziert werden, sollten frei zugänglich sein.

Verbesserungen fordert Rößner bei der Übertragung von Daten
zwischen verschiedenen Plattformen. „Marktmächtige Unternehmen“ wie
Google, Facebook oder Youtube würden auf Kosten der Verbraucher von
der Digitalisierung profitieren und immer häufiger Datenmonopole
bilden. Sie sollten daher zur Einrichtung offener Schnittstellen
verpflichtet werden.

„Die Bundesregierung vernachlässigt das Grundprinzip der Offenen
Standards sträflich und lässt dadurch wichtige Chancen der
Digitalisierung ungenutzt“, so Rößner. „Obwohl die Potentiale in dem
Bereich quasi auf der Straße liegen, sind Offene Standards im
Koalitionsvertrag der Großen Koalition oder in der
Umsetzungsstrategie zur Digitalisierung bestenfalls eine Randnotiz.“

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