NOZ: Grüne: Vorrang für Biobauern bei Staatsflächen im Osten

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Grüne: Vorrang für Biobauern bei Staatsflächen
im Osten

Auf ehemaligen volkseigenen Flächen – Ostendorff: Bedeutsamer
Zuwachs an Öko-Flächen möglich

Osnabrück. Die Grünen fordern bei Verkauf und Verpachtung von
staatlichen Agrarflächen in Ostdeutschland Vorrang für Biobauern.
Friedrich Ostendorff, agrarpolitischer Sprecher der
Bundestagsfraktion, sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wenn wir
die Vergabe der restlichen Flächen strikt an ökologischen Zielen
ausrichten, können wir den ökologischen Landbau um zwei Prozent
steigern.“ Ostendorff erinnerte an das Ziel der Bundesregierung, 20
Prozent der Flächen in Gesamtdeutschland bis 2030 ökologisch
bewirtschaften zu lassen. Im vergangenen Jahr lag die Quote laut
Bundeslandwirtschaftsministerium bei lediglich 9,7 Prozent.

Die Bodenverwertungs und -verwaltungs GmbH (BVVG) kümmert sich im
Auftrag des Bundes in den neuen Ländern um die Vermarktung ehemals
volkseigener landwirtschaftlicher Flächen. Eine Antwort des
Ministeriums auf Anfrage der Grünen zeigt, dass die BVVG seit 2013
insgesamt 202.824 Hektar Land verkauft oder verpachtet hat. 30.189
Hektar und damit fast 15 Prozent gingen an Junglandwirte oder
Ökobauern. Das sei zu wenig, monierte Ostendorff. „Hier wird ein
wichtiges Potenzial vergeben.“ Die Bundesregierung hält indes wenig
davon, die Staatsflächen nur noch an Biobauern zu vergeben.
Agrar-Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (CDU) teilte mit, der zu
erwartende Effekt sei „sehr gering“.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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