NOZ: Klöckner will Ernährungsbildung in Schulen stärken

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Klöckner will Ernährungsbildung in Schulen
stärken

Landwirtschaftsministerin moniert Defizite in Aus- und Fortbildung
von Lehr- und Fachkräften – „Vermittlung von Ernährungswissen in Kita
und Schule entscheidend“

Osnabrück. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU)
reagiert auf Forderungen von Ärzteschaft und Verbraucherschützern
nach mehr Gesundheitsförderung und will die Ernährungsbildung in
Schulen stärken. „Eine ausgewogene Ernährung gerade unserer Kleinsten
ist der Schlüssel für ein gesundes Leben“, sagte Klöckner im
Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Eine von ihr in Auftrag gegebene Studie habe „Nachholbedarf“ bei
Lehrern und Pädagogen offenbart. Die Wissenschaftler hätten
aufgezeigt, „dass die notwendigen ernährungsbezogenen Inhalte nicht
in allen Studiengängen vorhanden sind, in der Ausbildung für Erzieher
gar nur ein Randthema darstellen und einige Lehrmaterialien fachliche
Mängel aufweisen“, sagte Klöckner. Kommenden Freitag will die
Ministerin die Ergebnisse der Studie „Ernährungsbezogene
Bildungsarbeit in Kitas und Schulen“ offiziell präsentieren.

Das Landwirtschaftsministerium entwickele gemeinsam mit dem
Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) ein Konzept, um die
Ernährungsbildung voranzubringen, sagte die CDU-Politikerin. „Ziel
ist, dass möglichst viele Kinder hiervon profitieren, sich
Kompetenzen aneignen und gesünder aufwachsen.“ Parallel werde „im
Austausch mit den Ländern“ an Wegen gearbeitet, „wie
Ernährungsbildung verstärkt in die Ausbildung, ins Studium und in
Fortbildungen untergebracht werden kann“, so Klöckner weiter.

Übergewicht werde häufig ein Leben lang mit sich getragen, von
Kindesbeinen an, erläuterte die Ministerin. Die aktuellen Zahlen
gäben Anlass zur Besorgnis: In Deutschland seien über 15 Prozent der
drei bis 17-Jährigen übergewichtig – etwa ein Drittel davon sogar
fettleibig. Das begünstige Herz-Kreislauferkrankungen oder auch
Diabetes. „Die Vermittlung von Ernährungswissen zu Hause, aber eben
auch in der Kita oder Grundschule durch Erzieher und Lehrkräfte ist
daher entscheidend.“

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Klöckner stemmt sich gegen Glyphosat-Totalverbot nach
österreichischem Vorbild

„Wir arbeiten an schrittweiser Minimierung“ – Konfrontation mit
Schulze

Osnabrück. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU)
hat das Glyphosat-Verbot in Österreich kritisiert. „Österreich hat
zwar den Vorstoß gemacht, wohlwissend, dass innerhalb der EU bis 2022
Glyphosat aber zugelassen ist. Ein Totalverbot wird rechtliche Klagen
nach sich ziehen“, sagte Klöckner im Interview mit der „Neuen
Osnabrücker Zeitung“. „Wir arbeiten deshalb in Deutschland an einer
schrittweisen Minimierung der Anwendung und an Alternativen, sodass
nach Auslaufen der Zulassung in der EU einem Komplettausstieg nichts
im Wege steht.“

Mit ihrer Haltung bleibt Klöckner auf Konfrontationskurs zu
Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Diese hatte Österreichs
Entscheidung, den womöglich krebserregenden Unkrautvernichter zu
verbieten, als „Rückenwind“ für ihre Pläne zu einem Glyphosat-Bann in
Deutschland bezeichnet. Weil sich Schulze und Klöckner nicht einigen
können, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Thema an sich
gezogen. Im September wird ein Plan der Regierung für den deutschen
Glyphosat-Ausstieg erwartet.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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