NOZ: Lucke: AfD schafft es nicht, moderate Wählerschichten an sich zu binden

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Lucke: AfD schafft es nicht, moderate
Wählerschichten an sich zu binden

Mitbegründer der Partei: AfD hat offenbar rechtes Wählerpotential
ausgereizt

Osnabrück. AfD-Mitbegründer Bernd Lucke wertet die starken
Zugewinne seiner Ex-Partei in Hessen nicht als blanken Erfolg. „Die
AfD hat offenbar das rechte Wählerpotential, das für aggressive
Rhetorik empfänglich ist, ausgereizt. Sie schafft es aber nicht, auch
moderate Wählerschichten an sich zu binden“, sagte Lucke im Gespräch
mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Von der Unzufriedenheit mit den
Regierungsparteien hätten die Grünen viel stärker profitieren können
als die AfD, sagte der frühere AfD-Vorsitzende.

Die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, den
CDU-Parteivorsitz abzugeben, nannte der heutige Europaabgeordnete
nicht ausreichend; ihrer Partei tue sie mit ihrem schrittweisen
Rückzug keinen Gefallen. „Solange sie Bundeskanzlerin bleibt, hat der
Vorsitzende der CDU wenig Beinfreiheit“, sagte Lucke. „Er müsste die
Kanzlerin unterstützen und wird dadurch selbst beschädigt.“ Somit
bringe der Schritt der CDU kaum Chancen, entfremdete Wähler
zurückzugewinnen, meinte der 56-Jährige.

Bernd Lucke sitzt derzeit im Bundesvorstand der
Liberal-Konservativen Reformer (LKR) „Die Eurokritiker“. Außerdem ist
er Mitglied der Fraktion Europäische Konservative und Reformisten im
Europaparlament.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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