nph Haiti bangt um seine Einrichtungen und deren Mitarbeiter / In Haiti droht eine humanitäre Krise (FOTO)

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Seit Wochen toben gewaltsame Proteste in Haiti. Insbesondere in der Hauptstadt
Port-au-Prince ist das öffentliche Leben nahezu zum Erliegen gekommen. Tausende
Menschen demonstrieren gegen Präsident Jovenel Moïse, dem zahlreiche
Korruptionsaffären angelastet werden.

Wie weit die Lage eskaliert ist, zeigte sich in den vergangenen Tagen, als ein
Einsatzfahrzeug von nph Haiti angezündet wurde und komplett ausbrannte.
Mitarbeiter wurden bedroht und bangten um ihr Leben. Daran hat sich bis heute
nichts geändert. Blieben bisher zumindest die Hilfsorganisationen vor
gewaltsamen Übergriffen verschont, so hat sich das Blatt nun gewendet.
Hilfsorganisationen vor Ort werden bedroht und können ihre Einsätze zum Teil
nicht mehr durchführen. Die Verzweiflung der Bevölkerung schlägt in gewaltsamen
Hass um und gefährdet zusätzlich die Menschen, die ohnehin schon unendlich
leiden und dringend auf Hilfe angewiesen sind.

Durch immer weitere Schließungen der staatlichen Krankenhäuser ist der Andrang
auf das nph-Krankenhaus St. Damien so groß, dass die Helfer vor Ort versuchen
müssen den erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung zu kompensieren. Aber
wegen der Ausschreitungen hat das medizinische Personal große Probleme den
Dienst anzutreten, da die Straßenblockaden derzeit lediglich mit
Rettungsfahrzeugen passiert werden können. So müssen viele Erledigungen mit den
nph-Rettungsfahrzeugen absolviert werden, von denen nph nur zwei besitzt.

Pater Richard Frechette und das nph Team sind dennoch rund um die Uhr im Einsatz
und versuchen trotz der zum Teil riskanten Einsätze für die Menschen da zu sein.
Aber es wird angesichts der sehr dramatischen Situation sehr schwierig den
Betrieb in den nph-Einrichtungen weiter zu führen. Durch die sehr aufwändige
Beschaffung von Lebensmitteln und Benzin sowie medizinischem Material, ist es
ein täglicher Kampf die Lage unter Kontrolle zu halten, von den enormen
Preissteigerungen abgesehen.

So hilft nph-Kinderhilfe in Haiti seit vielen Jahren sehr aktiv und bestens
vernetzt mit Partnerorganisationen vor Ort

Knapp 500 Kinder mit und ohne Behinderung leben in den beiden Kinderdörfern von
nph; weitere rund 1.600 besuchten bis zum Beginn der Proteste die nph-Schulen
oder erhielten ein Stipendium. Im nph-eigenen und landesweit einzigen
Kinderkrankenhaus erhalten rund 80.000 Kinder Behandlung und Betreuung.

Ein wichtiges Element der Arbeit von nph in Haiti ist die Versorgung von
Schülern, ihren Familien und umliegenden Gemeinden mit sauberem, gesundem
Trinkwasser. Diese Versorgung stärkt die Gesundheit und entlastet das Budget
armer Familien.

Hier läuft derzeit das große, von der SKala-Initiative co-finanzierte Projekt
“Gesunde Schulen – Starke Kinder”. Die Idee: Trinkwasser soll nicht per LKW zu
den Menschen gebracht werden, sondern in 18 Schulen aufbereitet und kostenlos
verteilt werden.

Mehr Informationen unter: http://ots.de/dywSQE

Pressekontakt:
Agathe E. Freudl
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
nph Kinderhilfe Lateinamerika e. V.
Tullastr. 66, 76131 Karlsruhe
0721-35440-133
agathe.freudl@nph-kinderhilfe.org
www.nph-kinderhilfe.org

Original-Content von: nph Kinderhilfe Lateinamerika e.V., übermittelt durch news aktuell

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