Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Streit zwischen der Türkei und Israel

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Dass ein Nato-Staat das Feuer auf Amerikas engsten
Verbündeten im Nahen Osten eröffnen könnte, ist einfach
unvorstellbar. Das weiß im Grunde auch Erdogan. Der ist mit seiner
anti-isralischen Wortkanonade vor allem auf den Beifall in der
arabischen Welt aus, denen sich die Türkei als neue, selbstbewusste
Ordnungs- und Regionalmacht anbietet. Zugleich geriert er sich als
Nationalist, um Kritiker im eigenen Land zu beruhigen, die in der
radikalen Entmachtung des kemalistischen Militärs eine schleichende
Islamisierung sehen. Dennoch wäre es fatal, wenn sich Israel weiter
in die Isolation manövriert, indem es die Isolation der
Palästinensergebiete aufrecht erhält. Das Land droht nicht nur die
Türkei als Vermittler in der Krisenregion zu verlieren. Auch die
internationale Staatengemeinschaft verliert die Geduld. Israel und
die USA sollten daher nicht auf stur schalten, wenn die Palästinenser
am 20. September in der UN-Vollversammlung tatsächlich ihren Antrag
auf Anerkennung eines eigenen Staates einbringen.

Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de

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