Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Novelle des Stasi-Unterlagengesetzes

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21 Jahre nach der deutschen Einheit hat der
Bundestag gestern mit den Stimmen der schwarz-gelben Koalition eine
Ausweitung der Stasi-Überprüfungen im öffentlichen Dienst
beschlossen. Das mag manchem wie die Fortsetzung einer längst
geschlagenen Schlacht vorkommen. In der Tat hängt das Hier und Heute
nicht mehr in erster Linie von Stasi-Überprüfungen ab. Zukunftsfragen
sind drängender, was aus Euro, Job oder Rente wird. Die deutsche
Einheit wird vielfältig gelebt. Zusammen in Ost und West. Dennoch
bleibt dieser Ansatz der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit wichtig,
anhand der unappetitlichen Akten und weit darüber hinaus. Einen
Schlussstrich darf es nicht und wird es nicht geben. Wer nach vorn
gehen will, muss auch hin und wieder zurückblicken. Er muss sich
vergewissern, wo er herkommt und wo er hin will. Und wo die
Gefährdungen für Demokratie und Rechtstaatlichkeit lauern. Damals und
heute. Die kilometerlangen Stasi-Akten sind nicht alles, aber ohne
sie ist alle Aufarbeitung der Diktatur nichts.

Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de

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