Paritätischer legt ersten Teilhabebericht zur Situation von Menschen mit Behinderung vor

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Der Paritätische Wohlfahrtsverband legt heute zum Internationalen
Tag der Menschen mit Behinderungen erstmals einen eigenen Teilhabebericht vor.
Schwerpunkt ist die Lebenssituation von älteren Menschen mit Beeinträchtigungen
in Privathaushalten. Das Fazit der Studie: Ob Gesundheit, Freizeit, soziale Lage
oder Wohnsituation: in fast allen Bereichen bestehen weiterhin erhebliche
Barrieren für Menschen mit Behinderung, so dass von gleichberechtigter Teilhabe
keine Rede sein kann. Keine Unterschiede gebe es hingegen in der verbreiteten
Sorge um den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft.

Der Paritätische Teilhabebericht bildet den Auftakt einer Reihe, die künftig
jährlich erscheinen soll. Der Paritätische will mit seiner Forschung dazu
beitragen, Inklusion umfassend zu fördern und die Lebenssituation von Menschen
mit Beeinträchtigungen zu verbessern. “Mit und für Menschen mit Behinderungen
und Beeinträchtigungen wollen wir einen Beitrag zur Durch- und Umsetzung einer
inklusiven Gesellschaft leisten. Hier besteht noch großer Bedarf. Es geht darum,
soziale Lagen zu beschreiben, Handlungsbedarfe nachzuweisen und dazu
beizutragen, Lebensbedingungen ganz praktisch zu verbessern”, so Prof. Dr. Rolf
Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbands.

Der vorliegende Bericht belegt deutliche Ungleichheiten in den
Teilhabemöglichkeiten von älteren Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen oder
Schwerbehinderung. Der Paritätische skizziert konkrete Handlungsempfehlungen und
fordert unter anderem eine Mobilitätsoffensive zur Schaffung von
Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, insbesondere im ÖPNV sowie den massiven
Ausbau von geeigneten Wohnformen. Notwendig seien auch ein deutlich verbesserter
Nachteilsausgleich durch mehr Fördermittel und die Streichung von Abschlägen für
Erwerbsgeminderte, die zudem auch Ansprüche auf die geplante Grundrente erhalten
sollen. Insgesamt seien die Interessen von Menschen mit Behinderungen künftig
stärker bei politischen Entscheidungen zu berücksichtigen.

Für den Paritätischen Teilhabebericht 2019 zur Situation älterer Menschen mit
Beeinträchtigungen haben die Expert*innen der Paritätischen Forschungsstelle auf
Befragungsdaten aus dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) zurückgegriffen und
Fallanalysen auf Basis von Interviews mit Betroffenen durchgeführt. Der Bericht
ist entstanden im Rahmen des Projektes “Teilhabeforschung: Inklusion wirksam
gestalten”, unterstützt durch die Aktion Mensch Stiftung. Die Arbeit im Projekt
wird durch einen Beirat mit Vertreter*innen von Betroffenenorganisationen,
Wissenschaft, Bundesregierung und der Aktion Mensch Stiftung begleitet.

Mehr Informationen unter: https://www.der-paritaetische.de/teilhabe

Pressekontakt:
Gwendolyn Stilling, pr@paritaet.org, Tel.: 030 24636-305

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/53407/4457261
OTS: Paritätischer Wohlfahrtsverband

Original-Content von: Paritätischer Wohlfahrtsverband, übermittelt durch news aktuell

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