Pflegende wissen selbst, was sie gesund erhält / LMU, bpa und BHV starten wissenschaftliche Befragung von bayerischen Pflegenden zu Gesundheitsbelastungen und Prävention

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Was Pflegende lange gesund halten und sie bei
ihrer alltäglichen Arbeit unterstützen kann, ermittelt die
Ludwig-Maximilians-Universität München jetzt in einer
wissenschaftlich fundierten Befragung. Die Erhebung ist der erste
Schritt des Projektes PFLEGEprevent, das Teil einer groß angelegten
Kooperation des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste
e.V. (bpa) und des Bayerischen Heilbäder-Verbandes (BHV) ist und
unter der Schirmherrschaft von Bayerns Gesundheits- und
Pflegeministerin Melanie Huml steht.

Die Ministerin unterstrich: „Pflegekräfte stoßen bei ihrer Arbeit
nicht selten an ihre physischen und psychischen Grenzen. Aber nur wer
selbst motiviert und fit ist, kann andere Menschen gut betreuen und
pflegen. Genau dafür bietet betriebliche Prävention Lösungen an.“

„Die Gesundheitsförderung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist
ein zentrales Thema, um sie mit ihrer Motivation und ihrem
Sachverstand möglichst lange im Beruf zu halten“, erklärt der
bayerische bpa-Landesvorsitzende Kai A. Kasri. „Das ist nicht nur im
Sinne eines weitblickenden Unternehmertums wichtig, sondern auch eine
Notwendigkeit in Zeiten einer alternden Bevölkerung und eines
drängenden Fachkräftemangels.“

„Mit diesem Pilotprojekt schaffen wir ein Musterbeispiel für eine
effektive betriebliche Gesundheitsförderung“, so der BHV-Vorsitzende
Klaus Holetschek. „Wir hoffen, dass dieses Beispiel dann Schule macht
und Unternehmen oder Verbände anderer Branchen folgen. Unsere
Heilbäder und Kurorte sind dank ihrer medizinischen und
therapeutischen Kompetenz in der Lage, flexible Lösungen zu
entwickeln und umzusetzen. Unser Partner bpa engagiert sich hier in
vorbildlicher Weise für die Gesundheit seiner Mitarbeiter.“

In den Heilbädern und Kurorten des Verbandes werden Pflegende aus
Mitgliedseinrichtungen künftig spezielle Programme zur Förderung der
körperlichen und psychischen Gesundheit durchlaufen und diese
Erfahrungen mit in die tägliche Arbeit in der Pflege nehmen.

Konkrete Arbeitsbelastungen und Bedürfnisse der Pflegekräfte
werden nun mit einem bundesweit nutzbaren Onlineformular sowie mit
Fragebögen ermittelt, die am heutigen 10. März 2017 an die mehr als
1.100 ambulanten und stationären Mitgliedsunternehmen des bpa in
Bayern verschickt werden. „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der
Altenpflege sind großen Belastungen ausgesetzt. Wir ermitteln in
diesem Projekt die besten Ansätze für Prävention und
Gesundheitsschutz aus Sicht der Pflegenden“, beschreibt der Leiter
der bpa-Landesgeschäftsstelle München Joachim Görtz die
Herangehensweise.

Die Antworten von Pflegefachkräften sowie Hilfs- und
Assistenzkräften werden bis Ende Mai gesammelt und anschließend
wissenschaftlich ausgewertet. „Damit erhalten wir eine einmalig
breite Informationsgrundlage, um die künftigen Präventionsmaßnahmen
wirklich an den Bedürfnissen der Altenpflegerinnen und Altenpfleger
auszurichten“, erläutert Prof. Dr. Dr. Angela Schuh vom Lehrstuhl für
Public Health und Versorgungsforschung (IBE) der LMU München.

Weitere Informationen sowie die Onlinebefragung sind unter
www.pflegeprevent.de zu finden.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Joachim Görtz, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle,
Tel.: 089/890 44 83 20, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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