Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz wird ambulante Rehabilitation schwächen

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Die Gehälter für Pflegekräfte in den
Reha-Einrichtungen sind häufig niedriger als in Krankenhäusern. Trotz
intensiver Warnungen aller Reha-Verbände wird die Bundesregierung die
Finanzierung der medizinischen Rehabilitation im
Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (PpSG) nicht verbessern. „Mit der
Grundlohnbindung in der medizinischen Rehabilitation haben wir keine
Chance, die zu erwartenden Gehaltsforderungen unserer Mitarbeiter zu
finanzieren“, so Prof. Dr. med. Johannes M. Peil, Präsident des
Zentralverbands ambulanter Therapieeinrichtungen Deutschland e.V.,
leitender Arzt der Sportklinik Bad Nauheim und ärztlicher Direktor
der Sportklinik Frankfurt/M. „Den politischen Akteuren muss die
Gefahr bekannt sein, dass Krankenhäuser und Pflegeheime in großem
Umfang Pflegekräfte aus Rehabilitationseinrichtungen, auch aus den
von uns vertretenen ambulanten Reha-Einrichtungen, abwerben könnten.“

Mit Verabschiedung des PpSG wird die Gefahr, die sich aus der
fehlenden Refinanzierung im Reha-Bereich ergibt, real. „Wenn dies
geschieht werden qualifizierte Pflegekräfte der ambulanten
Reha-Einrichtungen in die besser bezahlten Beschäftigungsverhältnisse
von Krankenhäusern und Pflegeheimen wechseln. Damit wäre die
hochwertige Versorgung in ambulanten Reha-Einrichtungen ernsthaft
gefährdet“, gibt Prof. Peil zu bedenken. Auch Sportler können oft
durch eine wohnortnahe Reha schnell wieder ihrem beruflichen und
sportlichen Alltag nachgehen. Für sie könnten die gesetzlichen
Änderungen bedeuten, dass die Rehabilitation länger und weniger
effektiv erfolgt als derzeit und damit das zeitnahe Return-to-Play
gefährdet wird.

Der ZAT appelliert an die politischen Entscheider, den Bereich der
medizinischen und insbesondere der ambulanten Rehabilitation stärker
in den Fokus zu nehmen und allen Patienten den bedarfsgerechten
Zugang auch zur ambulanten Rehabilitation nicht zu verschließen.

Die ambulante Rehabilitation hat sich in den vergangenen zwei
Jahrzehnten als hoch leistungsfähige Versorgungsform bundesweit
etabliert. Viele Patienten bevorzugen die wohnortnahe Reha wegen des
Verbleibs im familiären und beruflichen Umfeld. Auch in der
Sportlerversorgung besitzt die ambulante Rehabilitation einen
herausragenden Stellenwert.

Pressekontakt:
ZAT-Deutschland e.V.
Zentralverband ambulanter Therapieeinrichtungen e.V.
Uwe Schröder
Hochwaldstraße 54
61231 Bad Nauheim
Tel.: 06032 720 33
E-Mail: info@zat-deutschland.de
Internet: www. zat-deutschland.de

Original-Content von: ZAT-Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

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