Reporter ohne Grenzen begrüßt Anklagen in der Türkei wegen Khashoggi-Mord

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Reporter ohne Grenzen (RSF) begrüßt, dass eine Staatsanwaltschaft in der Türkei Anklage gegen 20 Verdächtige wegen des Mordes an dem saudi-arabischen Exil-Journalisten Jamal Khashoggi erhoben hat.

Dazu erklärt Geschäftsführer Christian Mihr: “Es ist ein wichtiges Signal, dass die Türkei den Mord an Jamal Khashoggi selbst verfolgen will und die strafrechtliche Aufarbeitung nicht länger der völlig unglaubwürdigen Justiz Saudi-Arabiens überlässt. Ein Strafverfahren in der Türkei bietet die Chance, dass endlich Auftraggeber und politische Hintergründe dieses Verbrechens umfassend untersucht werden. Entscheidend wird jetzt sein, dass das Verfahren anders als die vielen Prozesse gegen Medienschaffende in der Türkei ohne jede politische Einflussnahme oder Instrumentalisierung ablaufen kann.”

Die Istanbuler Staatsanwaltschaft beschuldigt den früheren Vize-Geheimdienstchef Saudi-Arabiens sowie den ehemaligen engen Medienberater von Kronprinz Mohammed bin Salman, Saud al-Kahtani, der Anstiftung zum Mord an Khashoggi, der im Oktober 2018 im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul getötet worden war. 18 weiteren Männern wirft die Staatsanwaltschaft vor, die Tat ausgeführt zu haben. (https://ogy.de/1p7w)

Reporter ohne Grenzen hat von Anfang an eine umfassende Aufklärung des Mordes gefordert (https://ogy.de/jhdw) und hat die im Dezember von einem Gericht in Saudi-Arabien verhängten Todesurteile gegen fünf Tatbeschuldigte als Vertuschungsversuch des saudischen Regimes kritisiert (https://ogy.de/aw45).

Saudi-Arabien steht auf Platz 172 von 180 Ländern auf der Rangliste der Pressefreiheit, die Türkei auf Platz 157. Mehr zur Lage der Pressefreiheit in den beiden Staaten finden Sie unter www.reporter-ohne-grenzen.de/saudi-arabien bzw. www.reporter-ohne-grenzen.de/türkei.

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