Rheinische Post: Bundeswehrexperten führen Missbrauchsfälle auf fehlende Aufsicht nach Ende der Wehrpflicht zurück

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Die zunehmende Zahl von Missbrauchsfällen in
der Bundeswehr hat nach Ansicht des Wehrbeauftragten Hans-Peter
Bartels auch mit der fehlenden Präsenz von Vorgesetzten in den
Kasernen zu tun. „In Zeiten der Wehrpflicht gab es mehr Aufsicht“,
sagte Bartels der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“
(Samstagausgabe). Seinerzeit hätten ältere und erfahrene Soldaten
leichter Vorkommnisse wie entwürdigende Aufnahmerituale mitbekommen
können. „Es ist nun schlicht niemand mehr da, der hinguckt“,
erläuterte Bartels. Auch der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold
sieht ein Problem in mangelnder Aufsicht. „Zur Zeit der Wehrpflicht
waren die Vorgesetzten Tag und Nacht mit in der Kaserne, nun sind die
jungen Leute abends alleine“, kritisierte Arnold. Jahrelang seien die
Warnungen vor Lücken im Personal ignoriert worden. „Erst jetzt hat
die Ministerin festgestellt, dass man doch wieder mehr Personal
braucht“, erklärte Arnold.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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