Rheinische Post: Die Unfallstatistik und das Alter

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Ein Kommentar von Matthias Beermann:

In den EU-Staaten kommen jedes Jahr 35 000 Menschen im
Straßenverkehr ums Leben, weitere 1,5 Millionen werden verletzt. Das
ist schon ein guter Grund, um sich Gedanken über Gegenmaßnahmen zu
machen. Der Vorstoß des Europa-Parlaments zur Verbesserung der
Verkehrssicherheit ist also vollkommen in Ordnung. Allerdings
verbergen sich im Sammelsurium der Vorschläge auch einige Punkte, die
es in sich haben. So sollen betagte Autofahrer, weil sie statistisch
überproportional häufig in Verkehrsunfälle verwickelt sind, sich
künftig regelmäßig medizinisch untersuchen lassen. Solche
Vorschriften existieren bereits in einigen europäischen
Nachbarländern. Ob sie sich bewährt haben, weiß jedoch niemand so
genau – es wird einfach vorausgesetzt. Damit macht man es sich etwas
zu einfach. Schließlich weist die Statistik aus, dass vor allem
überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol gerade für die schwersten
Unfälle auf unseren Straßen verantwortlich sind und nicht etwa
mangelnde Reflexe oder nachlassende Sehkraft. Medizinische Tests
können trotzdem nützlich sein, es ist nur die Frage, ob man daraus
gleich Sonderregelungen für Senioren machen muss. Das Angebot
freiwilliger Untersuchungen nehmen viele von ihnen heute schon an –
und zeigen damit weit mehr Verantwortungsbewusstsein als so mancher
jüngerer Autofahrer.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

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