Rheinische Post: Ende der Steuerflucht = Von Reinhard Kowalewsky

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Steter Tropfen höhlt den Stein. Und der
Rechtsstaat siegt am Ende: So lässt sich interpretieren, dass
Luxemburg dem automatischen Abgleich von Kontoinformationen mit
anderen Ländern zustimmt. Und wenn zwei bekannte Schweizer Geldhäuser
deutsche Kunden auffordern, entweder reinen Tisch mit Finanzämtern zu
machen oder zu gehen, ist das auch ein klares Zeichen. Nachdem das
Deutsch-Schweizer-Abkommen zu Steuerfragen gescheitert ist, wird den
Züricher Banken ihr Spiel mit deutschem Geld aus unklaren Quellen zu
heiß: Immer wieder hatte NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans
Steuer-CDs gekauft, Filialen der Banken wurden durchsucht (auch in
NRW), gegen Bankmitarbeiter wurde wegen Beihilfe zu Straftaten
ermittelt. Was bleibt zu tun? Mehr als 40 Zeitungen weltweit haben
massenhaft Daten über Steueroasen erhalten. Sie weigern sich
verständlicherweise wegen des Informantenschutzes, die Daten an den
Staat weiterzugeben. Vielleicht sollten die Steuerbehörden die Daten
auf eigene Faust beschaffen, den Informanten könnte Geld und Schutz
angeboten werden.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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