Rheinische Post: Entwicklungsminister Müller kritisiert fehlendes Krisenkonzept der EU

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Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat ein
mangelndes Engagement Europas im Kampf gegen aktuelle Krisen beklagt.
„Die EU müsste mindestens zehn, besser 20 Milliarden in die
Krisengebiete vor der eigenen Haustüre investieren, wenn sie als
Friedensmacht ernst genommen werden will“, sagte Müller der in
Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Es
sei eine „Schande“, dass das Welternährungsprogramm die Rationen
halbieren müsse und viele Familien in den Flüchtlingslagern gar nicht
mehr versorgt werden könnten, weil das Geld fehle. „Wir haben keinen
koordinierten und konzeptionell durchdachten Ansatz, die EU
angesichts der dramatischen Krisenentwicklungen in Nordafrika und im
Nahen und Mittleren Osten als Friedensmacht aufzustellen“, sagte der
Entwicklungsminister. Das Scheitern der seinerzeitigen französischen
Mittelmeerinitiative dürfe nicht das letzte Wort sein. „Ich halte
einen neuen Anlauf für eine Mittelmeerkooperation zwischen den
nordafrikanischen Staaten und der EU für dringend notwendig“, so der
Minister.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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