Rheinische Post: Grüne bitten Merkel um Wahlkampfhilfe gegen Rechtsradikale

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Die Grünen bitten in einem Schreiben an
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Parteichef Sigmar Gabriel um
Leihstimmen auf der Insel Rügen. Bei der Nachwahl in dem Landkreis
sehen die Grünen die Möglichkeit, dass sie als einzige Partei der NPD
einen Sitz im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern abnehmen können.
„Hierfür benötigen wir jedoch ein entsprechendes
Zweitstimmenergebnis, das wir auf uns alleine gestellt jedoch kaum
erzielen werden“, heißt es in dem Schreiben, das der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe) vorliegt. Weiter
schreiben die Parteichefs Cem Özdemir und Claudia Roth: „Wir bitten
Sie daher eindringlich, uns zu unterstützen und dazu aufzurufen, mit
der Zweitstimme Bündnis90/Die Grünen zu wählen.“ In dem Schreiben der
Grünen, das auch an die Landeschefs von SPD und CDU, Erwin Sellering
und Lorenz Caffier, gerichtet ist, räumen die Grünen ein, dass ihre
Bitte ein „ungewöhnlicher Akt“ sei. Sie appellieren aber: „Es geht
darum, ob alle demokratischen Kräfte zusammenstehen, um einer vom
Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften, neonazistischen
Partei einen Sitz im Parlament abzunehmen.“

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

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