Rheinische Post: Hoffnung Elektroauto Kommentar Von Reinhard Kowalewsky

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Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Witz:
Staat und Autobauer wollen heute ihr Ziel bekräftigen, dass 2020 eine
Million Elektroautos auf deutschen Straßen fahren. Das solle der
Umwelt helfen. In Wahrheit kommt der Strom für die Wagen aktuell zu
60 Prozent aus Kohle- und Kernkraftwerken. Dennoch gibt es doch gute
Gründe, das Elektroauto voranzutreiben: Der Ausbau von Ökoenergien
kann nur gelingen, wenn zeitweise überschüssiger Strom aus Windparks
zwischengespeichert werden kann: Einige Millionen E-Autos könnten da
helfen. Ebenso wichtig ist das Ziel, den hiesigen Unternehmen einen
Wettbewerbsvorteil zu bescheren. Kleine Elektrowagen werden in den
Metropolen der Welt irgendwann zum Statussymbol der aufstrebenden
Mittelschicht. VW, BWM und Mercedes sollten da die bevorzugten
Lieferanten werden. Es ist vernünftig, wenn die deutsche Politik da
ein bisschen hilft: Parkplätze für E-Autos, freie Spuren, gewisse
Steuervorteile – aber auf keinen Fall Kaufprämien. Ansonsten sollte
die Industrie die angekündigten Milliarden investieren – sie wird am
Ende auch profitieren.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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