Rheinische Post: Juso-Chef Kühnert kandidiert als SPD-Vizevorsitzender – Stegner und Uekermann auch ins Präsidium

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Juso-Chef Kevin Kühnert kandidiert für das Amt des
SPD-Vizevorsitzenden. Er werde sich beim SPD-Parteitag am Freitag in Berlin zur
Wahl stellen, sagte der 30-Jährige der Düsseldorfer “Rheinischen Post”
(Mittwoch). “Ich bin dafür, dass der Kurs der neuen Parteivorsitzenden vollen
Rückhalt findet. Wer wie ich gewollt hat, dass mit Saskia Esken und Norbert
Walter-Borjans Erneuerung auch Gesichter bekommt, steht in der Verantwortung,
sie jetzt zu stützen”, sagte Kühnert. “Das möchte ich tun, indem ich dem
Parteitag anbiete mich als stellvertretenden Parteivorsitzenden in eben diese
Verantwortung zu nehmen.” Er traue es sich zu, das Amt auszufüllen und dabei das
linke Profil der Partei zu schärfen. Er kündigte an, dass auch der bisherige
Parteivize Ralf Stegner und die frühere Juso-Chefin Johanna Uekermann eine
herausgehobene Rolle im Präsidium spielen sollten. “Saskia Esken und Norbert
Walter-Borjans stehen für zahlreiche Positionen, die der Parteilinken seit jeher
am Herzen liegen”, sagte Kühnert. Man sehe sich in der Verantwortung, nun
gemeinsam mit ihnen Erfolg zu organisieren. “Profilierte Vertreter der
Parteilinken wie Ralf Stegner und Johanna Uekermann sollten an führender Stelle
als zusätzliche Präsidiumsmitglieder diesen Prozess begleiten. Dafür werbe ich
und in dieser Einschätzung sind wir untereinander auch einig”, sagte Kühnert.
Die Entscheidung darüber, ob er das Vorsitzamt bei den Jusos aufgeben wird, will
Kühnert der SPD-Nachwuchsorganisation überlassen. Er wäre der erste Juso-Chef in
der Geschichte der Bundesrepublik, der auch einen Vizeposten in der Parteispitze
innehätte. “Den Jusos habe ich frühzeitig signalisiert, dass ich mich
möglicherweise für die Parteispitze bewerben werde”, sagte Kühnert. “Und in
diesem Bewusstsein haben sie mich mit einem Rekordergebnis wiedergewählt.” Wenn
diese Situation tatsächlich eintrete, spreche man noch einmal darüber, wie das
auch umzusetzen sei. “Es läge an den Jusos zu entscheiden, ob wir dieses Neuland
betreten wollen. Aber erstmal müsste ich überhaupt gewählt werden”, sagte
Kühnert.

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