Rheinische Post: Kommentar / Maßlose Ärzte = Von Antje Höning

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Die Revolution fällt aus, die Ärzteschaft
putscht Frank Montgomery nicht aus dem Präsidentenamt. Das ist eine
gute Nachricht. Montgomery hat durchaus hart um die Honorierung für
Privatbehandlungen gefochten. Doch der frühere Chef der
Ärztegewerkschaft Marburger Bund weiß eben auch, dass man den Bogen
nicht überspannen darf. Und genau das tut ein Teil der Ärzte, der mit
maßlosen Forderungen private Krankenversicherung und staatliche
Beihilfe unter Druck setzt. Gewiss: Die meisten Ärzte machen
engagiert ihre Arbeit, Überstunden sind, gerade in vielen
Hausarzt-Praxen, an der Tagesordnung. Doch ein Teil der Ärzte, vor
allem der Funktionäre unter ihnen, hat sich schon öfter durch Gier
ausgezeichnet. Das zeigen auch die Affären bei der Kassenärztlichen
Bundesvereinigung um die üppige Bezahlung des Ex-Chefs, weshalb
Gesundheitsminister Hermann Gröhe bereits mit dem Staatskommissar
drohen musste. „Ich kann Sie nicht alle zu Millionären machen“, hatte
Ministerin Ulla Schmidt einst den Ärzten zugerufen. Der Satz gilt
heute, in schrumpfender Gesellschaft, mehr denn je.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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