Rheinische Post: Kommentar: Steuerzahlers Albtraum

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Kritiker warnen seit langem. Doch die Stadträte
von Dortmund bis Dinslaken hörten nicht. Ausgerechnet deren
Stadtwerke glaubten 2010, mit dem Kauf der Steag Monopoly spielen zu
können. Schon damals stellte sich die Frage, was die klammen
Revierstädte mit Kraftwerken in Kolumbien und auf den Philippinen
sollen. Mit öffentlicher Daseinsvorsorge hat das nichts zu tun,
deshalb hätte das Land den Deal nicht erlauben dürfen. Nun wird der
Steag-Traum mit Ansage zum Albtraum – und das liegt nicht nur an der
Energiewende, sondern auch an einem überforderten Chef. Für 2016
musste der Konzern die Dividende aus der Substanz zahlen, damit die
Stadtwerke ihren Schuldendienst leisten können. Nun müssen diese ihre
Schulden, die sie für den Kauf der Steag aufgenommen haben,
refinanzieren. Ein üblicher Vorgang. Dass man aber offenbar versucht,
die heimischen Sparkassen ins Boot holen will, geht gar nicht. Zu den
Risiken, die die Städte bereits über ihre Stadtwerke tragen, kämen
die Risiken über ihre Sparkassen hinzu. Die Gefahr wächst, dass am
Ende der Steuerzahler die Suppe auslöffeln muss.

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