Rheinische Post: Kommentar: Weiter ermitteln

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Nur in einem Punkt bringt der Bericht zum Tod
des unschuldig inhaftierten Syrers Klarheit: Er hat das Feuer in
seiner Zelle selbst gelegt. Wäre es anders, hätte er früher versucht,
die JVA-Mitarbeiter über die Gegensprechanlage zu kontaktieren.
Trotzdem müssen die Ermittlungen weitergehen: Die Staatsanwaltschaft
muss herausfinden, warum Polizisten so schlampig waren, Amed A. Taten
einer anderen Person zu unterstellen, nur weil diese den gleichen
Namen nutzte. Ein Vergleich von Fotos hätte gereicht. Auch die
Vorgänge in der Haftanstalt machen skeptisch. Es ist seltsam, dass
die Anstaltspsychologin Amed A. glaubte, er habe keine
Selbstmordabsichten, aber sie nahm nicht ernst, als er von einer
Verwechselung sprach. Es ist schlimm, dass sechs Wochen nach dem
Brand die Daten der Gegensprechanlage noch nicht komplett ausgewertet
sind. Noch immer ist unklar, wann die Tür der Zelle geöffnet wurde.
Die Staatsanwaltschaft muss also hart weiter ermitteln, ein
Untersuchungsausschuss ist aber nicht zwingend nötig.

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