Rheinische Post: Kommentar / Zu großes Geschenk = Von Martina Stöcker

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Wer es sich leisten kann, darf sich
Großzügigkeit erlauben. Die Frage ist nur, wie viel Großzügigkeit
andere ertragen können. Solch ein Experiment ist zurzeit in Monheim
zu beobachten: Die Stadt überlässt zwei Moscheevereinen Grundstücke
im Wert von 900.000 Euro – kostenfrei. Dass Monheim den Moscheebau
für seine muslimischen Bürger unterstützt, ist richtig. Wer sich für
immer niederlässt, der baut ein Haus – auch ein Gotteshaus. Doch
dieses Geschenk ist ein sehr großes, womöglich sogar ein zu großes.
Denn die Vereine besitzen bereits Grundstücke, deren Verkaufserlös
aber den Grundstock für den Neubau bilden soll. Man hätte die
kleineren Flächen zum Beispiel auch gegen die größeren eintauschen
können. Das wäre auch schon ein großzügiges Signal gewesen. Bislang
war vieles, was der junge Bürgermeister Daniel Zimmermann anders
gemacht hat, von Erfolg gekrönt. Ob es diesmal auch so kommt? Ende
Juni diskutieren die Verantwortlichen das Projekt mit Bürgern. Dann
zeigt sich, ob die Mehrheit der Monheimer mit dieser Großzügigkeit
einverstanden ist.

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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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