Rheinische Post: Musk begreift nichts Kommentar Von Georg Winters

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Auch Elon Musk kann sich die Welt nicht malen,
wie sie ihm gefällt. Die auf dem Prinzip Hoffnung beruhenden
Wachstumspläne des Unternehmers verursachen seit Jahren Verluste, und
die werden von den Aktionären getragen. Wenn Musk jetzt die Nase voll
hat von lästigen Miteigentümern, die womöglich noch Kritik an der
Politik des Egozentrikers üben könnten, hat er nichts begriffen. Der
Kapitalmarkt funktioniert anders. Eigentum berechtigt zur Mitsprache,
ob Musk das gefällt oder nicht. Ohne Geldgeber wird es mit Musks
hochfliegenden Plänen nichts. Auch die Saudis, die er angeblich an
der Angel hat, werden ihm nicht die Milliarden hinterherwerfen und
ansonsten tatenlos zusehen. Das interessiert Musk aber nicht. Dann
twittert er eben, dass er Tesla von der Börse nimmt. Das kann er
natürlich tun, wenn er tatsächlich Geldgeber hat. Wenn dem nicht so
wäre, dann wäre Musk nicht nur ein Hasardeur, sondern ein
Krimineller, der Börsenkurse manipuliert. Natürlich gilt bis zum
Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung, aber merkwürdig ist
Musks Gebaren allemal.

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Rheinische Post
Redaktion

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