Rheinische Post: Olympisches Theater Kommentar Von Gianni Costa

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In den vergangenen Tagen von Pyeongchang hat es
viele herausragende sportliche Momente gegeben. Es sind die
Geschichten von Helden, wie die der deutschen
Eishockey-Nationalmannschaft, oder von Gefallenen, wie Rodler Felix
Loch, die für die Faszination der Olympischen Spiele stehen. Im Kampf
um Glaubwürdigkeit hat das Internationale Olympische Komitee (IOC)
sich indes nicht einmal besonders ins Zeug gelegt, um das ramponierte
Image des Verbands wenigstens etwas zu pflegen. Das IOC sitzt die
Probleme einfach aus. Doping. Korruption. Maximale
Profitorientierung. Umweltzerstörung. Fehlende Nachhaltigkeit. Viele
drängende Probleme der olympischen Bewegung werden von ihren Hütern
galant zur Seite geschoben, verschwiegen, geleugnet oder
kleingeredet. Der Gigantismus muss heruntergefahren werden. Es wäre
gleichwohl ein richtiges Zeichen, wenn sich Deutschland erneut für
die Austragung der Spiele bewerben würde. Doch das wird nur einer
Mehrheit vermittelbar sein, wenn Olympia für Glaubwürdigkeit steht.
Davon kann zurzeit keine Rede sein.

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Rheinische Post
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