Rheinische Post: Schreckgespenster im Kohle-Revier Von Birgit Marschall

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Klimaschutz gibt es nicht umsonst. Nicht für
die Energiekonzerne, nicht für ihre Beschäftigten und schon gar nicht
für die Stromverbraucher. Das wird jetzt wieder in der Kohlepolitik
deutlich. Der von der Bundesregierung geplante zusätzliche
Klimabeitrag für ältere Kohle-Kraftwerke wird zu geringen neuen
Kostenbelastungen führen, die auch Auswirkungen auf Strompreise und
Arbeitsplätze haben könnten. Allerdings werden wie immer in der
Energiepolitik Schreckgespenster erfunden und für die eigenen Zwecke
instrumentalisiert. Die Reduktion der jährlichen
Treibhausgas-Emissionen der Kraftwerke um sechs, sieben Prozent bis
2020 ist möglich und für ein Hochtechnologieland unproblematisch. Wir
können uns das leisten. Es wird in den Kohle-Revieren deshalb nicht
zum Kahlschlag kommen. Die Stilllegung oder Leistungsbegrenzung der
ältesten und umweltschädlichsten Meiler ist seit Jahrzehnten
überfällig. Nun geht Wirtschaftsminister Gabriel mit einem
Gesprächsangebot auf seine zahlreichen Kritiker zu. Er schielt dabei
auch auf die SPD-Wähler unter den Beschäftigten. Gespräche sind immer
gut, doch sie machen die Dinge meistens teurer. Bezahlen werden das,
natürlich, Stromverbraucher und Steuerzahler.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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