Rheinische Post: Schröder fordert Kurswechsel der SPD

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Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die SPD
zu einem Kurswechsel und einer stärker wirtschaftspolitischen
Akzentuierung ihrer Politik aufgefordert. Sonst würde es für Andrea
Nahles auch als SPD-Chefin schwer. „Mit einer Politik, die
Linkspartei noch links zu überholen, gewinnen wir keinen
Blumenstrauß“, sagte Schröder der Düsseldorfer „Rheinischen Post“
(Mittwoch). „Die SPD war immer dann erfolgreich, wenn sie nicht nur
soziale, sondern auch wirtschaftliche Kompetenz hatte“, so der
74-jährige frühere Regierungschef. In Bayern seien 210.000 Wähler von
der SPD zu den Grünen gewandert und 180.000 zur CSU, den Freien
Wählern oder der FDP. „Das sind ja alles keine Linken.“ Nur wenn die
SPD in der Wirtschaftspolitik wieder das Vertrauen der Bürger
gewinne, werde sie wieder Erfolg haben. „Wenn nicht, wird es auch für
die Vorsitzende schwierig.“ Auf die Frage, ob es eine Erneuerung auch
an der Spitze der Partei brauche, sagte Schröder: „Der Mensch ist
lernfähig. Das darf auch die SPD-Vorsitzende für sich in Anspruch
nehmen.“

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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