RTL/n-tv-Trendbarometer / Grüne steigen auf 18 Prozent – Höhenflug vor allem durch enttäuschte Wähler von SPD und CDU/CSU

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Grüne gewinnen Wähler von der SPD, aber auch von
CDU/CSU

Der Höhenflug der Grünen hält an. Im aktuellen
RTL/n-tv-Trendbarometer verbessern sie sich um einen Prozentpunkt auf
18 Prozent – ihrem höchsten Wert seit sieben Jahren. Damit liegen sie
2 Prozentpunkte vor der SPD mit unveränderten 16 Prozent und 4
Prozentpunkte vor der AfD, die auf 14 Prozent zurückfällt. Gleich
bleiben die Werte für Union (28%), FDP (9%), Linke (10%) und die
sonstigen Parteien (5%). Der Anteil der Nichtwähler und
Unentschlossenen beträgt 29 Prozent.

Die Hälfte der aktuellen Sympathisanten der Grünen hat bei der
letzten Bundestagswahl den Grünen nicht die Stimme gegeben: Die
meisten „Neu-Grünen“ haben 2017 die SPD (42%), ein beträchtlicher
Teil aber auch die Union (25%) gewählt. Die übrigen „Neu-Grünen“ sind
bisherige Wähler der FDP (7%) oder der Linken (8%) bzw. haben gar
nicht (16%) oder eine der sonstigen Parteien (2%) gewählt. Von den
AfD-Wählern ist jedoch keiner zu den Grünen gewechselt.

Die „Neu-Grünen“ unterscheiden sich in einigen Merkmalen von den
alten Stammwählern: Während sich 71 Prozent der Stammwähler im linken
politischen Spektrum verorten, sind es bei den „Neu“-Grünen deutlich
weniger (60%). Mehr „Neu“- als „Alt“-Grüne fühlen sich dagegen der
politischen Mitte zugehörig (37% zu 27%). Im Vergleich zu den
„Alt“-Grünen haben weniger „Neu“-Grüne Abitur oder einen
Hochschulabschluss (68% zu 76%). Außerdem sind unter den „Neu“-Grünen
mehr Rentner (28%) als unter den Stammwählern der Grünen (19%). Die
neu von den Grünen gewonnenen Anhänger stammen wie die grünen
Stammwähler überwiegend aus Westdeutschland (92%). Das
durchschnittliche monatliche Netto-Einkommen der „Neu-Grünen“ ist
ähnlich hoch wie das der Stammwähler (ca 3.200 Euro).

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
„Die Grünen profitieren vor allem von der anhaltenden Schwäche der
SPD, können aber auch frühere Wähler der Union an sich binden. Die
Partei hat derzeit die Chance, über ihre Kernwählerschaft hinaus auch
für Teile der Mitte der Gesellschaft wählbar zu werden, allerdings
fehlt ihnen nach wie vor eine ausreichende Verankerung in der
ostdeutschen Wählerschaft.“

Nur wenige enttäuschte CDU/CSU-Wähler wandern zur AfD

Laut RTL/n-tv-Trendbarometer verlieren CDU und CSU mehr als
doppelt so viele frühere Wähler (21%) an die Grünen als an die AfD
(9%). Weitere 15 Prozent der Unions-Wähler, die sich seit der
Bundestagswahl von der CDU/CSU abgewandt haben, würden heute FDP
wählen, 9 Prozent die SPD und 7 Prozent eine der sonstigen Parteien.
39 Prozent würden derzeit gar nicht wählen gehen. Forsa-Chef Prof.
Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: „Die innerhalb der
Union vorherrschende Meinung von der massenhaften Abwanderung
enttäuschter Unions-Wähler zur AfD entspricht nicht der Realität. Von
der Union zu den Grünen wechseln mehr als doppelt so viele Wähler wie
zur AfD – und mehr als viermal so viele frühere Unions-Anhänger gehen
lieber gar nicht wählen, als der AfD ihre Stimme zu geben.“

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer
frei zur Veröffentlichung.

Die Daten zur Herkunft und Struktur der Grünen wurden vom Markt-
und Meinungsforschungsinstitut forsa von Juni bis Oktober 2018 im
Auftrag der Mediengruppe RTL ermittelt. Datenbasis: ca 3.000
Wahlberechtigte, die 2017 grün gewählt haben und ca 3.000
Wahlberechtigte, die heute – anders als im September 2017 – die
Grünen wählen würden.

Die Daten zur Parteienpräferenz wurden vom 1. – 5. 10. 2018 im
Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 2.002 Befragte.
Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Pressekontakt:
Alessia Maier
Mediengruppe RTL Deutschland
Telefon 0221 – 45674103
alessia.maier@mediengruppe-rtl.de

Ansprechpartner bei forsa
Dr. Peter Matuschek
Telefon 030 – 62882442

Original-Content von: Mediengruppe RTL Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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