RTL/ntv-Trendbarometer / Forsa-Aktuell: Union vergrößert Vorsprung vor den Grünen auf 7 Prozentpunkte – Kanzlerpräferenz: Laschet 3 Prozentpunkte vor Baerbock

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CDU/CSU 28, Grüne 21, SPD 14, FDP 14, Linke 7, AfD 9 Prozent

Die Aufwärtsbewegung der CDU/CSU und die Abwärtsbewegung der Grünen halten auch in dieser Woche an: Die Unionsparteien gewinnen im RTL/ntv-Trendbarometer gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt, die Grünen gehen um einen Prozentpunkt zurück. Rund 100 Tage vor der Bundestagswahl liegt die CDU/CSU damit sieben Prozentpunkte vor den Grünen. Die Linke kann in dieser Woche einen Prozentpunkt zulegen, die sonstigen kleineren Parteien verlieren einen Prozentpunkt.

Wenn jetzt bereits der neue Bundestag gewählt würde, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 28 Prozent (Bundestagswahl 2017 32,9%), SPD 14 Prozent (20,5%), FDP 14 Prozent (10,7%), Grüne 21 Prozent (8,9%), Linke 7 Prozent (9,2%), AfD 9 Prozent (12,6%). 7 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen entspricht mit 24 Prozent dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8%).

Das Parlament würde bei einer aktuellen Wahl im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 aufgrund der Überhang- und Ausgleichsmandate um 51 Sitze anwachsen und hätte 760 Abgeordnete. Stärkste Fraktion wäre die Union mit 231 Mandaten. Die weitere Sitzverteilung: Grüne 171, SPD 114, FDP 114, Linke 57 und AfD 73 Mandate. Union und Grüne hätten mit zusammen 402 Mandaten als einzige Zweier-Koalition eine regierungsfähige Mehrheit. Regierungsfähig wären auch die so genannte „Deutschland-Koalition“ aus CDU/CSU, SPD und FDP (zusammen 459 Mandate) sowie die „Ampel“ aus Grünen, SPD und FDP (399 Mandate).

Kanzlerfrage: Laschet 23, Baerbock 20, Scholz 15 Prozent

Bei der Kanzlerpräferenz verliert die Grünen-Chefin Annalena Baerbock ihren ersten Platz an den Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet. Laschet gewinnt drei Prozentpunkte. Derzeit würden sich 23 Prozent der Wahlberechtigten für ihn entscheiden, wenn die Direktwahl einer Kanzlerin oder eines Kanzlers möglich wäre. Baerbock verliert gegenüber der Vorwoche abermals einen Prozentpunkt und erreicht noch 20 Prozent Zustimmung. Das sind zwölf Prozentpunkte weniger als unmittelbar nach ihrer Nominierung als Kanzlerkandidatin der Grünen und aktuell drei Prozentpunkte weniger als für ihren Konkurrenten Laschet. Auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz verliert einen Prozentpunkt und kommt auf 15 Prozent. 42 Prozent würden sich für keinen der drei entscheiden.

Kompetenzwert der CDU/CSU wächst um 4 Prozentpunkte

Auf die Frage, welche Partei am besten mit den Problemen in Deutschland fertig werden könnte, entscheiden sich 27 Prozent für die CDU/CSU. Das ist der höchste Kompetenz-Wert seit vier Monaten, er liegt vier Prozentpunkte über dem der Vorwoche. Die Grünen kommen, ebenso wie die sonstigen Parteien, auf 10 Prozent. 4 Prozent billigen der SPD politische Kompetenz zu, ein Rückgang um einen Prozentpunkt. 49 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass keine Partei die Probleme in Deutschland lösen kann.

Wirtschaftserwartung: Bundesbürger weniger pessimistisch

32 Prozent der Bundesbürger – so viele wie noch nie in diesem Jahr – rechnen damit, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verbessern werden. 22 Prozent glauben, dass die wirtschaftliche Lage unverändert bleibt, 43 Prozent erwarten eine Verschlechterung. Damit sind die Deutschen im Juni weniger pessimistisch als bislang während der Corona-Krise.

Wer soll mit wem regieren?

Von welcher Koalition möchten die Deutschen nach der Bundestagswahl im September am liebsten regiert werden? Auf diese Frage haben die Wahlberechtigten keinen klaren Favoriten, keine Alternative erreicht mehr als 20 Prozent. Die Zustimmungswerte zu denkbaren Regierungs-Konstellationen unter Führung der Union: Schwarz-Grün 17 Prozent; die jetzige schwarz-rote Regierung 14 Prozent; Union, SPD und FDP 12 Prozent; Union-Grüne-FDP 9 Prozent. Die Zustimmungswerte zu Koalitionen unter Führung der Grünen: Grün-Schwarz 10 Prozent; Grüne-SPD-Linke 10 Prozent; Grüne-SPD-FDP 7 Prozent.

41 Prozent der CDU-Anhänger, aber nur 29 Prozent der CSU-Anhänger sind für Schwarz-Grün. 42 Prozent der Grünen-Anhänger würden gern mit der Union zusammen regieren – wenn die Grünen stärkste Kraft würden. Wenn die Union vorne liegen würde, möchten 19 Prozent der Grünen-Anhänger, dass ihre Partei mitregiert. Zum Vergleich: Für ein grün-rot-rotes „Linksbündnis“ wären 15 Prozent.

Viele FDP-Anhänger sind dafür, dass die Liberalen mitregieren – aber nur, wenn die Koalition von der Union geführt wird. Jeweils 32 Prozent der liberalen Anhänger sähen die FDP gern in einer Dreier-Koalition mit Union und Grünen oder mit Union und SPD. Die Anhänger der Linken können sich nur für eine Regierung begeistern: 65 Prozent sind für ein grün-rot-rotes „Linksbündnis“.

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/ntv-Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.

Die Daten zu Partei- und Kanzlerpräferenzen sowie zu politischer Kompetenz und zu Wirtschaftserwartungen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 8. bis 14. Juni 2021 erhoben. Datenbasis: 2.501 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-2,5 Prozentpunkte. Die Daten zu Koalitionspräferenzen wurden am 10. und 11. Juni 2021 erhoben. Datenbasis: 1.003 befragte Wahlberechtigte.

Pressekontakt:

Mediengruppe RTL Deutschland:
Alessia Gerkens
Telefon 0221 45674101
alessia.gerkens@mediengruppe-rtl.de

Ansprechpartner bei forsa:
Dr. Peter Matuschek
Telefon 030 62882442

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