Saarbrücker Zeitung: Familienministerin Barley will Wechselmodell nach Scheidungen nicht zum Regelfall machen – „Ich lebe das selbst“

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Familienministerin Katarina Barley
(SPD) will die Rahmenbedingungen für Eltern nach einer Trennung
verbessern und erreichen, dass für die Betreuung der Kinder in
solchen Situationen stärker nach individuell passenden Lösungen
gesucht wird. „Wir müssen es den Eltern leichter machen, gemeinsam
Verantwortung zu übernehmen“, sagte Barley der „Saarbrücker Zeitung“
(Sonnabendausgabe) und nannte als Beispiel das Steuerrecht. Das
Wechselmodell, bei dem die Kinder sich wöchentlich wechselnd bei dem
Vater oder der Mutter aufhalten, sei eine Möglichkeit, „ich lebe das
ja selbst“. Aber es sei längst nicht für alle Familien das richtige.
„Die Perspektive der Kinder muss die entscheidende sein.“ Die
FDP-Forderung, das Wechselmodell gesetzlich zum Regelfall zu machen,
lehnte Barley ab. „Es gibt für die Vielfalt der Familien keinen
Regelfall“. Ihr Ziel sei es, alle Beteiligten, von den
Familiengerichten bis zu den Jugendämtern und den Eltern, stärker zu
sensibilisieren, dass es nach einer Trennung mehrere Möglichkeiten
der Kinderbetreuung gebe.

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Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

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