SPD-Verein NoGroKo: Nein zu Nahles-Ernennung

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Der Kölner SPD-Politiker und Vorsitzende des
Vereins NoGroKo, Steve Hudson, lehnt Überlegungen ab,
SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles zur kommissarischen
Parteivorsitzenden zu ernennen.

Hudson sagte am Dienstag im Inforadio vom rbb, es gebe sechs
Stellvertreter in der SPD, die den Statuten entsprechend
vorübergehend den Vorsitz übernehmen könnten. „Frau Nahles ist nicht
mal Mitglied im sehr großen Parteivorstand.“

Es gehe nicht, dass an den Mitgliedern der Partei vorbei etwas
entschieden werde, was anscheinend eine kleine Gruppe in einem
Hinterzimmer beschlossen habe. Ein viel besseres Verfahren wäre jetzt
eine Mitgliederbefragung. Zu Fragen nach der Rechtmäßigkeit einer
solchen Urwahl sagte Hudson, „Ich glaube, die Mitglieder eines
Parteitags würden das Ergebnis respektieren.“

Grundsätzlich kritisierte Hudson, dass es für Parteiämter oft nur
einen Kandidaten gebe: „Vielleicht kommt das in Nordkorea noch vor.
Ich finde das für die SPD nicht besonders modern.“

Die Mitglieder müssten bei Entscheidungen viel stärker einbezogen
werden, verlangte der SPD-Politiker. „Wir sind nicht nur Fanblock,
die dumm und dämlich alles bejubeln. Das ist unsre Partei. Sie gehört
nicht einem kleinen Kreis von Spitzenfunktionären in Berlin, die
damit machen können, was sie wollen.“

Das Interview zum Nachhören: http://ots.de/PqXqvz

Pressekontakt:
Rundfunk Berlin-Brandenburg
Inforadio
Chef / Chefin vom Dienst
Tel.: 030 – 97993 – 37400
Mail: info@inforadio.de

Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), übermittelt durch news aktuell

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