Stuttgarter Zeitung: Staatssekretär Barthle lobt entspanntes Verhältnis zu griechischer Regierung

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Die Bundesregierung zeigt sich von der
wirtschaftlichen Erholung Griechenlands überzeugt. „Ich bin
zuversichtlich, dass Griechenland es schafft, über den Berg zu
kommen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ), Norbert Barthle (CDU), im Interview der „Stuttgarter Zeitung“
und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstagausgabe). „Natürlich
leiden sie noch unter einer großen Verschuldung – das muss über die
Jahre hinweg erledigt werden.“ Die Stimmungslage habe sich mit
Abschluss der letzten Rettungsprogramme schon verändert.
„Griechenland entwickelt sich positiv und steht auf eigenen Beinen“,
so der CDU-Abgeordnete.

Barthle ist neuer Beauftragter der Bundesregierung für die
DeutschGriechische Versammlung (DGV), die vom 1. bis 3. November ihre
achte Jahresversammlung auf Kreta abhält. Der Christdemokrat lobte
das deutsch-griechische Verhältnis. „Wir erleben, dass es eine
deutlich entspannte Beziehung zwischen unseren Regierungschefs gibt“,
betonte er. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) telefoniere nun regelmäßig
mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras. „Da haben
sich Vorurteile abgebaut.“ Die linke Regierungspartei Syriza habe da
auch Schritte nach vorne gemacht. Tsipras habe zudem eine
Regierungsbeauftragte für die DGV ernannt. Dieser „Meilenstein“
verändere die Ausgangslage der Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene
enorm. „Es ist mir gelungen, dort das Eis zu brechen und eine neue
Offenheit zu erreichen, weil wir uns breiter und überparteilicher
aufstellen wollen“, sagte der Merkel-Beauftragte, der in diesem Amt
Hans-Joachim Fuchtel (CDU) abgelöst hat, den heutigen
Parlamentarischen Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium.

Allerdings gebe es auch in Deutschland noch immer Ressentiments –
von hochverschuldeten Griechen etwa, die nicht vorankämen. „Nicht
überall wird wahrgenommen, was sich dort getan hat“, kritisierte
Barthle. „Dies in unsere Kommunen hineinzutragen, ist mir ein
wichtiges Anliegen: Griechenland ist auf einem positiven Weg – dies
muss man bestärken und darf es nicht unterminieren.“

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