Thomas Kreuzer und Holger Kiesel: Inklusion betrifft alle Bereiche der Gesellschaft – Barrieren auch in den Köpfen abbauen

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„Barrierefreiheit endet nicht mit einer Rampe für
Rollstuhlfahrer am Bahnhof. Wir wollen, dass Menschen mit
Behinderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen teilhaben
können“, betont Thomas Kreuzer, CSU-Fraktionschef im Bayerischen
Landtag, nach einem Gedankenaustausch mit dem Beauftragten der
Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit
Behinderung Holger Kiesel.

Inklusion sei keine Wohltat der Vielen an einigen Wenigen, sondern
die gemeinsame Antwort auf die Frage, in welcher Gesellschaft die
Menschen in Bayern leben wollten, verdeutlichte Kiesel beim Gespräch
mit dem CSU-Fraktionsvorstand. „Beispielsweise müssen wir den Weg,
den wir mit dem Schulprofil Inklusion und den zusätzlichen 100
Stellen pro Jahr für Inklusion in den Schulen eingeschlagen haben, in
allen Schulformen konsequent weitergehen“, sagt Kiesel.

„Wir haben eine sehr gut funktionierende Modellregion in Kempten.
Das liegt unter anderem an gewachsenen und gezielt geförderten
Strukturen“, sagt Kiesel. Ein enges Netz von Förder-, Grund- und
Mittelschulen mit dem Schulprofil Inklusion sowie die enge Verzahnung
mit der Stadt Kempten ermöglicht dort eine Vielzahl von Kooperationen
über Zuständigkeitsgrenzen hinweg. Es ist wünschenswert, dass sich
solche Vorzeigeprojekte in ihren jeweiligen Sozialraum einbetten.
Deshalb ist es wichtig, in jedem Regierungsbezirk sogenannte
Modellregionen zu etablieren, stimmten die Gesprächsteilnehmer
überein. Diese sollten auch wissenschaftlich evaluiert werden, so
Kiesel.

Ein weiteres Thema des Gesprächs war inklusives Wohnen. „Hier
haben wir die direktesten und besten Möglichkeiten, um Inklusion im
Alltag zu leben und Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung
zu schaffen“, so Kiesel zum Thema Wohnen. Eines der wichtigsten
Projekte im Bereich des inklusiven Wohnens ist nach Ansicht des
Behindertenbeauftragten die Konversion: „Die im Ministerrat
versprochenen Mittel zur Umwandlung in kleinere Wohneinheiten müssen
sich auch im Haushalt wiederfinden. Bislang sind die zu Verfügung
gestellten Mittel bei weitem nicht ausreichend.“

Einig waren sich alle, dass die Ziele der Barrierefreiheit und
Inklusion nur in enger und konstruktiver Zusammenarbeit mit der
gesamten Gesellschaft, den Kommunen, den Verbänden, den
Einrichtungsträgern, Beauftragten der Kommunen und Bezirke zu
erreichen seien. „Wir haben heute bereits ein ganz anderes
Bewusstsein für Inklusion. Trotzdem wollen wir weiter auch Barrieren
in den Köpfen abbauen und noch mehr Aufmerksamkeit auf die Potentiale
lenken, die in einer inklusiven Bildungs- und Arbeitswelt liegen“, so
Kreuzer abschließend.

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Original-Content von: CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, übermittelt durch news aktuell

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