Trimm-Trab am Schreibtisch: IFA-Studie belegt gesundheitlichen Nutzen neuartiger Büroarbeitsplätze

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Dynamische Arbeitsstationen, die Schreibtischarbeit
mit Gehen oder Radfahren verbinden, haben nachweislich
gesundheitsförderliche Wirkung, ohne dass darunter die
Arbeitsleistung wesentlich leidet. Das ergab eine Untersuchung des
Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen
Unfallversicherung (IFA). Die Ergebnisse sind unter www.dguv.de/ifa;
Webcode: d972999 verfügbar.

18 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten im Büro und am
Bildschirm. Und ihre Zahl steigt. Einige dieser Beschäftigten sitzen
oft stundenlang unbeweglich vor dem Schreibtisch. Die Folge dieser
Zwangshaltung: Bewegungsmangel und Unterforderung der Muskulatur.
Langfristig kann das zu chronischen Schäden führen, darunter
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-II-Diabetes und
Muskel-Skelett-Beschwerden. Nach Angaben der
Weltgesundheitsorganisation ist Bewegungsmangel der vierthäufigste
Risikofaktor für frühzeitigen Tod.

Experten empfehlen häufig Sport in der Freizeit, um den Mangel an
körperlicher Aktivität bei der Arbeit auszugleichen. Vielen Menschen
gelingt es jedoch nicht, Zeit für Sport in ihren Alltag einzubauen.
Eine Lösung könnten so genannte dynamische Arbeitsstationen sein: Sie
ersetzen oder ergänzen den Bürostuhl durch Bewegungselemente wie
Laufbänder, Fahrradergometer oder Stepper. Erste Produkte sind in den
USA bereits erhältlich.

Inwieweit beeinflussen solche Maßnahmen physiologische Kenngrößen
positiv, wie wirken sie sich auf die Arbeitsleistung aus und wie
werden sie von den Beschäftigten angenommen? Diese Fragen hat das IFA
gemeinsam mit dem niederländischen Institut TNO systematisch
untersucht. Dabei wurden zwei dynamische Arbeitsplatzvarianten mit
einem klassischen Sitz- und einem konventionellen Steharbeitsplatz
verglichen.

„Körperliche Aktivität, Herzfrequenz und Energieumsatz sind an den
neuen dynamischen Arbeitsstationen deutlich erhöht“, sagt Professor
Rolf Ellegast, stellvertretender IFA-Leiter. „Je nach Art und
Intensität der Bewegung erhöht sich der Energieumsatz um bis zu 100
Prozent. Damit holen Sie sich Ihren Abendspaziergang quasi an den
Schreibtisch.“ Gleichzeitig bleibe das Arbeitsergebnis von den
aktivierenden Maßnahmen weitestgehend unberührt. Allerdings äußerten
die Versuchspersonen Vorbehalte gegenüber dieser Form von
Arbeitsplatz: Unergonomische Gestaltung und Ablenkung sind hierfür
wesentliche Gründe.

Ellegast: „Auch wenn die dynamischen Arbeitsstationen noch
verbessert werden müssen, können wir schon heute sagen: Solche
Arbeitsplätze können prinzipiell einen Beitrag zur
Gesundheitsförderung der Beschäftigten leisten.“ Denk an mich. Dein
Rücken Bewegung am Arbeitsplatz zu fördern, ist auch das Ziel der
Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“. In der Kampagne
arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die
Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und die
Knappschaft zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel,
Rückenbelastungen zu verringern.

Weitere Informationen unter www.deinruecken.de

Pressekontakt:
Stefan Boltz

+++
DGUV Pressestelle
Pressesprecher
Tel.: 030-288763-770
Fax: 030-288763-771
E-Mail: stefan.boltz@dguv.de

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